Stubenreinheit: Trainingstipps


Stubenreinheit ist eine wichtige Voraussetzung für ein entspanntes Miteinander. Vor allem wenn Sie einen Welpen übernommen haben, wird dieses Trainingsziel wohl ganz oben auf Ihrer Liste stehen.
Wenn Sie also diesen ersten gemeinsamen Trainingsweg gehen, gilt es zu bedenken, dass Ihr Hund einerseits die biologische Notwendigkeit hat, sich zu versäubern. Diesem Bedürfnis muss er stets in angemessener Weise nachkommen können. Andererseits soll er lernen, dass im Haus nicht derrichtige Ort dafür ist.

Die Menschenseite....

Die meisten Tierhalter beziehen den Wunsch nach der Stubenreinheit ihres Hundes vorranging auf die Tatsache, dass er sich ausschließlich draußen lösen soll. Bei genauerer Analyse der Sachlage können in aller Regel jedoch weitere Lernziele
definiert werden. Das wichtigste und zudem allgemeingültige Ziel ist: Der Hund soll in der Lage sein, in Anwesenheit und räumlicher Nähe des Besitzers seine Geschäfte zu erledigen und sich zudem zügig und zuverlässig entleeren. Im Hinblick auf den Ort bzw. die Bodenstrukturen kann es jedoch sein, dass Sie weiter konkrete und individuelle Vorstellungen davon haben, was in den nächsten gemeinsamen Jahren für Sie und Ihren Hund praktikabel ist. So sollen beispielsweise manche Hunde nur Rinnsteine oder nur Grasflächen für Ihre Geschäfte aufsuchen oder bestimmte Orte und Untergründe (z. B. Terrassen oder bestimmte Gartenbereiche) für derlei Erledigungen ausgelassen werden.

Die Hundeseite...

Ein noch (sehr) junger Hund verfügt zunächst nur über eine unzureichend ausgeprägte Fähigkeit (länger) einzuhalten. Unabhängig von seiner willentlichen Kontrolle im Hinblick auf Ort und Zeitpunkt ist die Versäuberung für ihn grundsätzlich jedoch (nur) ein biologisch notwendiges und unabwendbares Verhalten. Jede Art von Training bezieht sich somit nicht auf die Versäuberung selbst, sondern auf das Lernen der definierten Wunschziele!

Der Trainingsplan:

Ein gut durchdachter Trainingsplan berücksichtigt sowohl die Bedürfnisse des Menschen als auch die des Hundes.

Das zeitliche Management:
Welpen sind noch nicht in der Lage, die Schließmuskeln hundertprozentig zu kontrollieren. Wenn sie realisieren, dass sie müssen,
müssen sie in aller Regel sofort – wo sie gerade stehen und gehen.
Einen Welpen oder einen Hund, der noch keine Stubenreinheit gelernt hat, sollten Sie daher, um die Wahrscheinlichkeit für Missgeschicke einzudämmen, zunächst gemäß folgendem Schema nach draußen bringen:

· alle zwei Stunden
· umgehend nach jedem Erwachen
· zügig nach dem Fressen oder Spielen
· anfangs auch ein- bis zweimal in der Nacht
Als Faustregel gilt: Sie können das Zwei-Stunden- Intervall um jeweils 15 bis 30 Minuten ausdehnen, wenn es 48 Stunden lang zu keinem Indoor-Missgeschick gekommen ist. Auch die Gelegenheit zur nächtlichen Entleerung kann dann verändert werden. Es empfiehlt sich hier, die Versäuberungszeiten jeweils nach vorne oder hinten zu verschieben, bis schließlich der für Ihren Haushalt übliche Zubettgeh- bzw. AufstehRhythmus erreicht ist.

Die Zeichen richtig deuten:
Ein allgemeingültiges Alarmsignal sowohl für anstehenden Harn- als auch Kotabsatz ist das Sich-Wegstehlen vom momentanen
Aufenthaltsort. Mit diesem Verhalten signalisiert Ihr Hund seine grundsätzliche Bereitschaft, den aus seiner Sicht definierten Kernbereich des Reviers sauber zu halten. Sie werden jedoch unangenehm überrascht sein, wenn Sie stattdessen die Hinterlassenschaften Ihres Hundes in einem anderen Raum finden. Weitere typische Anzeichen eines bevorstehenden
Kotabsatzes sind das Schnüffeln am Boden und das Drehen des Hundes um seine eigene Achse. In all diesen Fällen heißt es: »Sofort raus mit dem Hund!«

Bei Welpen empfiehlt es sich in den ersten Wochen, sie beim Erkennen dieser Vorzeichen zügig auf den Arm zu nehmen und umgehend nach draußen zu tragen. Auf dem Arm passiert nämlich nur selten ein Malheur. Beim eigenständigen Hinausschlendern
hingegen kann auf dem Weg schon einmal etwas »daneben gehen«.

Lob und Belohnung als Verstärker im Lernprozess
Für jedes Geschäft, das Ihr Hund draußen verrichtet, sollte er ein positives Feedback von Ihnen bekommen.
So erfährt er neben dem angenehmen Gefühl der Erleichterung auch noch eine »persönliche Anerkennung «. Auf diese Weise wird das Bestreben Ihres Welpen gestärkt, sich einerseits draußen und andererseits in Ihrer unmittelbaren Nähe zu versäubern ein wichtiges Detail für alle Gelegenheiten, in denen Sie Ihren Hund an der Leine ausführen werden.
Aber aufgepasst: Der Einsatz von allzu auffälligem Lob, während Ihr Welpe gerade eine »Heldentat« vollbringt, kann ihn leicht von seinem Tun ablenken.
Daher gilt es in diesen Momenten, ihn nur mit vergleichsweise leiser, freundlicher Stimme zu loben.
Der Einsatz von Leckerchen im Anschluss an die Entleerung ist für ein erfolgreiches Training übrigens nicht einmal erforderlich, stellt andererseits aber auch keinen Fehler dar. Wenn Sie entscheiden, dass Sie Ihrem Hund ein Belohnungshäppchen für die
Versäuberung zustecken möchten, spielt jedoch das Timing eine wichtige Rolle. So genannte instrumentelle Verknüpfungen kann ein Hund nämlich nur dann erfolgreich herstellen, wenn zwischen Handlung und dem Einsatz des Verstärkers nicht mehr als eine Sekunde Zeit verstreicht!

Harnabsatz wie auf Knopfdruck?!
Beim Training eines speziellen »Pinkelkommandos«macht man sich die Möglichkeit zunutze, dass bestimmte Handlungen und so auch der Harnabsatz in reflexartiger Steuerung trainiert werden können. Hierbei handelt es sich um eine klassische Konditionierung. Der Trainingsaufbau ist denkbar einfach, denn diese Art der Verknüpfung basiert einzig auf einer engen zeitlichen Kopplung zweier Ereignisse. Sie läuft ohne den Einsatz eines Verstärkers (beispielsweise einer Belohnung) ab. Auf dem Weg zum Erfolg sind die einzigen Lernerfordernisse die konsequente Anwendung und eine häufige Wiederholung.

Und so geht’s: Immer, wenn sich Ihr Hund gerade löst, sagen Sie das spezielle Lo(e)sungswort (z. B. »Mach schnell!«). Besser wäre es noch, dies ganz kurz vorher zu tun, das heißt, wenn sicher zu erkennen ist, dass Ihr Hund sich zum Harnabsatz anschickt. Nach ausreichend häufiger Verknüpfung können Sie das Versäuberungsverhalten bei Ihrem Hund über dieses Kommando abrufen!

Das Wie und Wo
Hunde reagieren sehr leicht auf bestimmte Schlüsselreize und lernen ebenso leicht bestimmte Rituale.
Dies kann man im Sinne einer Orts- bzw. Situationsverknüpfung für das Stubenreinheitstraining ausnutzen.
Sowohl die Orte als auch die Beschaffenheit der Untergründe, an bzw. auf denen Ihr Hund sich bereits erfolgreich gelöst hat, werden von ihm in positiver Art im Zusammenhang mit der Versäuberung abgespeichert. Kommt er erneut dort hin oder trifft er auf einen ihm bereits vertrauten Untergrund, so wird er bestrebt sein, sich wieder zu versäubern. Das bedeutet konkret, dass ein Hund, der beispielsweise schon mehrmals erfolgreich auf Rasen sein Geschäftverrichtet hat, dies auch in Zukunft wieder versuchen wird.
Im Umkehrschluss wird er aber auch besonders gerne auf Teppichboden machen, wenn er auf diesem Untergrund schon mehrmals das Gefühl der Erleichterung erlebt hat.

Der Erst-Versäuberungsort.
Stellen Sie sich darauf ein, dass nicht jeder Gang nach draußen im Hinblick auf die Entleerung automatisch von Erfolg gekrönt sein wird. Je nach Mut bzw. Sicherheitsgefühl in fremder Umgebung, dem Maß der momentanen Ablenkung und beispielsweise auch der Wetterlage kann es sein, dass aus Welpensicht an Versäuberung nicht zu denken ist. Um dennoch möglichst immer Erfolge verbuchen zu können, ist es für alle noch jungen, möglicherweise ängstlichen oder generell leicht ablenkbaren Hunde sehr hilfreich, draußen eine ruhige und ablenkungsarme Stelle als »Erst-Versäuberungsort « zu etablieren (siehe auch Ausnutzung von Vorlieben).

Und so geht’s: Den von Ihnen gewählten Erst-Versäuberungsort sollten Sie bei jeder Runde tatsächlich auch stets als erstes Ziel ansteuern und dem Hund dort genug Zeit für seine Erledigungen gegeben.
Ist die Aufregung draußen aus Hundesicht groß, kann es nämlich sein, dass er einige Zeit braucht, um auf sein persönliches »Versäuberungsniveau« herunter zu kommen. Bedenken Sie: Für eine bewusste Versäuberung benötigt ein Hund (genau wie ein Mensch) in gewisses Maß an Sicherheit und Entspannung.
Ist die Versäuberung dann geglückt und Ihr Hund weiterhin an der Umwelt interessiert, sollten Sie sich mit Ihrem Welpen ruhig noch etwas länger draußen aufhalten und ihm Gelegenheit geben, gemeinsam mit Ihnen schöne Dinge zu erleben, um die Verknüpfung »Sich zu lösen ist das Ende aller Abenteuer«zu vermeiden. Konnte sich Ihr Hund hingegen auch nach mehreren Minuten Aufenthalt am Erst-Versäuberungsort (noch) nicht zur Entleerung durchringen, gilt es, das Glück ungefähr eine halbe Stunde später noch einmal herauszufordern. Während dieser Zeit sollten Sie daran denken, dass Ihr Hund noch »voll« ist! Es empfiehlt sich daher, drinnen die Vorteile einer räumlichen Begrenzung auszunutzen (siehe auch Managementmaßnahmen als Erfolgsbeschleuiniger) oder volle Kontrolle walten zu lassen.

Tipp: Wenn Sie einen eigenen Garten haben, können Sie darüber nachdenken, auch dort eine Erst-Versäuberungsstelle
einzurichten. Dann ist es sinnvoll, mit dem Welpen während des Stubenreinheitstrainings stets gemeinsam in den Garten zu gehen, um gleich mit dem Lob zur Stelle zu sein und um stets über den aktuellen »Füllungszustand« des Hundes informiert zu sein.

Ausnutzung von Vorlieben

Die individuelle Vorliebe, ob sich ein Hund lieber auf hartem oder weichem Untergrund versäubert, wird bereits in der dritten Lebenswoche festgelegt. Hunde, die ihre ersten Ausscheidungen jenseits der Wurfkiste auf saugfähigen Untergrund abgesetzt haben, evorzugen draußen häufig Strukturen wie Rasen, Sand oder Erde. Drinnen fühlen sich diese Hunde durch Teppiche, Fußmatten oder ggf. herumliegende Kleidungsstücke oder Handtücher zur Versäuberung animiert.

Anders ist es bei Hunden, die sich beim Züchter auf nicht saugfähigen Flächen versäubert haben. Diese Hunde halten Holzböden, Fliesen oder draußen Steinplatten und Asphalt für geeignet.
Sind etwaige Vorlieben in die eine oder andere Richtung bekannt, ist es sinnvoll, dass Sie Ihrem Welpen draußen an seinem Erst-Versäuberungsort die bevorzugte Struktur (oder zumindest Teile davon) anbieten.
Auf diese Weise wird seine Erinnerung an das, was noch zu erledigen ist, angeregt.

Umwege vermeiden

Wichtiger Hinweis: Wie gerade angesprochen, spielen der Ort und die Struktur des Untergrundes im Training zur Stubenreinheit eine große Rolle.

Vorsicht ist daher bei Lernzwischenschritten geboten, die im Grunde nicht zielführend sind, sondern den Gesamterfolg sogar zeitlich in die Ferne rücken lassen. Das bekannteste Beispiel ist das Angebot von Zeitung oder Zellstoff in der Nähe der Tür, wenn der Hund diese Strukturen schon beim Züchter kennengelernt hat.
Tatsache ist, dass er die angebotenen Untergründe gerne aufsucht und benutzt. Das Problem dieser scheinbaren Hilfestellung besteht jedoch darin, dass sich der Hund weiterhin häufig oder gar »zuverlässig « drinnen versäubert. Dies steht im krassen
Gegensatz zum primären Lernziel »Draußen auf dem Spaziergang!«, welches durch den Einsatz solcher Maßnahmen nicht einmal anvisiert wird. Gleiches gilt für das Training des Hundes auf ein Klokistchen oder Ähnliches.

Managementmaßnahmen als Erfolgsbeschleuiniger

Die schnellstmöglichen und zudem nebenwirkungsärmsten Erfolge beim Sauberkeitstraining können Sie verzeichnen, wenn Sie gleichzeitig zu den oben beschriebenen positiven Unterstützungsmaßnahmen alle etwaigen Fehlerquellen über geeignete Managementmaßnahmen minimieren.

So gilt es in allen Momenten, in denen Ihr Welpe nicht 100 %ig überwacht werden kann, seinen Radius auf sein Lager zu begrenzen. In aller Regel wird er seinen altersgemäßen Fähigkeiten entsprechend redlich versuchen, das eigene Lager nicht zu verunreinigen. Diese Maßnahme sollte speziell dann Anwendung finden, wenn Ihr Welpe noch »voll« ist (z. B. weil die letzte Versäuberungsrunde draußen keinen Erfolg brachte) oder bald wieder »voll« sein wird.
Für eine fachgerechte räumliche Einschränkung des Hundes gilt: Sie muss ausbruchssicher sein und sollte in Ihrer Nähe installiert werden. Denn in diesem Fall entsteht dem Welpen keine Angst und Sie können folgende Vorteile ausnutzen:

· Wird Ihr Hund unruhig, so bemerken Sie dies unmittelbar, so dass er rechtzeitig ausgeführt werden kann

· Es kommt nicht mehr zu einer Verteilung von Missgeschicken im Wohnbereich und somit geraten Sie nicht einmal in die Versuchung, Ihrem Hund für sein ganz natürliches Verhalten böse zu sein.

Vom Sinn oder Unsinn eines Strafeinsatz

um es vorweg zu nehmen: Die Anwendung von Strafen im Rahmen des Stubenreinheitstrainings ist insgesamt eine nachteilige Angelegenheit. Wie im Folgenden dargestellt, birgt der Strafeinsatz gleich auf mehreren Ebenen Stolperfallen.
Wird der Hund auf frischer Tat ertappt und für sein »Geschäft am falschen Ort« bestraft, scheint aus Menschensicht zunächst alles geklärt worden zu sein.
Leider ist der Strafgrund »Das war ein falscher Ort!«für den Hund so abstrakt, dass er zu ganz anderen Schlüssen als der Mensch kommt.

Der gedankliche Fokus. Seiner Natur nachzukommen ist für den Hund eine Handlung, auf die er nicht unbedingt seinen gedanklichen Fokus richtet selbst während der Durchführung nicht. Versäubert er sich also »unbedacht« und wird er nun für sein Tun bestraft, so erscheint dem Hund der Mensch schlicht und ergreifend unberechenbar. Er selber ist sich nicht der geringsten Schuld bewusst.
Er verknüpft beim Strafeinsatz erlebte Schmerzen oder Angst daher zwangsläufig nicht mit seiner Handlung der Versäuberung und dementsprechend auch nicht mit dem Ort, sondern mit dem Besitzer. Misstrauen und Meideverhalten sind die direkten Folgen. Das Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Mensch ist fortan getrübt.

Das richtige Wo. Aber auch in den Fällen, in denen die Handlung als solche für den Hund mit der Strafe im gedanklichen Zusammenhang steht, gibt es Verknüpfungsprobleme: Denn der Hund hat nur gelernt, dass es negative Konsequenzen für ihn hat, sich in Anwesenheit des Besitzers zu lösen, nicht aber, was er hätte machen sollen – oder besser: wo. Auch hier empfindet er den plötzlich strafenden Menschen als bedrohlich. In Zukunft wird er versuchen, seine Notdurft heimlicher abzusetzen. Für drinnen bedeutet das: Die Reinigung der Missgeschicke wird lästiger, wenn der Hund sich an schwer erreichbare tellen zurückzieht. Und auch draußen wird er sich keinesfalls schneller und zuverlässiger entleeren, vor allem wenn er angeleint ausgeführt wird. In diesen Situationen wird er nämlich nun vielmehr alles daran setzen, länger einzuhalten. Denn der ihm unheimlich gewordene Mensch, der wie er bereits erfahren hat Versäuberungsverhalten bestraft, ist ja in direkter Nähe anwesend.

Und so geht’s:
Wenn Sie Ihren Hund auf frischer Tat bei der Versäuberung an einem falschen Ort ertappen, sollten Sie seine Handlung durchaus umgehend unterbrechen! Ideal ist es hierbei jedoch, ihn »nur« kommentarlos aufzunehmen und auf schnellstem Weg nach draußen zu bringen, wo er seine Geschäfte vollenden kann.

Der zeitliche Zusammenhang. Nicht immer wird der Hund auf frischer Tat ertappt, sondern beim Betreten eines Raumes nur die Hinterlassenschaft entdeckt. Ein eranzitieren des Hundes zum Ort des Geschehens und die Anwendung einer Strafe sind altbackene und zudem problematische Maßnahmen. Stehen Handlung und Verstärkung (Verstärker = Einsatz von Lob oder Strafe) nicht in direktem zeitlichen Zusammenhang, ist für den Hund eine Verknüpfung zwischen diesen Ereignissen nicht möglich. Daher setzt der Hund auch hier wieder seine strafbedingten Angst- oder Schmerzerlebnisse in direkten Bezug zu seinem Tierhalter oder ggf. zu der Annäherung an diesen, sofern dies seine letzte Handlung vor der Strafe war. Unter dem Strich ergeben diese Maßnahmen also keinen Vorteil für das Stubenreinheitstraining, verschlechtern gleichzeitig aber das Vertrauensverhältnis und die Bereitschaft zur Annäherung ein Detail, das für den Aufbau eines zuverlässigen und freudig umgesetzten Rückrufsignals, also das zweite wichtige Trainingsziel bei einem (jungen) Hund, essentiell ist.

Und so geht’s: Wenn Sie ein Missgeschick im Wohnbereich finden, sollten Sie es kommentarlos (ruhig auch in Abwesenheit Ihres Hundes) aufnehmen.
Wichtig ist, die Stelle anschließend auch geruchlich gründlich zu reinigen, denn sonst verleitet der Geruch Ihren Hund fortan, diesen Ort als Toielette zu benutzen.

Den Überblick behalten

Ein durchdachtes Management mit allen oben angesprochenen Maßnahmen stellt die Basis für ein schnelles Erlernen der Stubenreinheit dar. Die Umsetzung sollte daher in den ersten Wochen des Zusammenlebens im Vordergrund stehen. Um den
Überblick zu behalten, ist es hilfreich, wenn Sie etwaige Missgeschicke (ggf. getrennt nach Harnoder Kotabsatz) beispielsweise in Form einer Strichliste nachhalten. Wenige Striche und vor allem Tag für Tag immer weniger Striche bedeuten: »Alles läuft nach Plan!« Ist an den Notizen hingegen abzulesen, dass das Training stagniert, es zu dauerhaft vielen oder sogar immer mehr Zwischenfällen kommt, sollte der Trainingsansatz noch einmal auf mögliche Fehler überprüft und Ihr Hund gründlich von Ihrem Tierarzt untersucht werden. Denn auch das Vorliegen einer Durchfallerkrankung, Blasenentzündung oder anatomischer
Auffälligkeiten können das Sauberwerden erschweren und sollten schnellst- und bestmöglich medizinisch versorgt werden.


Wir wünschen Ihnen ganz viel Spaß mit Ihrem neuen Hund und allerbeste Trainingserfolge!



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